Zum Inhalt springen

Schöpferischer Standpunkt: Unterschied zwischen den Versionen

Aus transformal GmbH
Keine Bearbeitungszusammenfassung
 
(65 dazwischenliegende Versionen von 2 Benutzern werden nicht angezeigt)
Zeile 1: Zeile 1:
[[en:Creative Position]]
[[en:Creative Position]]
<!--
Wir empfinden als unpersönlich, wenn eine Person nach ihrem Selbst- oder einem Fremdbild zu handeln scheint. Eine Person wird als präsent empfunden, wenn ihr Selbst- und Fremdbild{{X|359}} gleich sind &ndash; die Bilder verschwinden aus ihrem Bewusstsein und machen dem gemeinsamen Erleben Platz. Dies illustriert die Interaktion{{Index|5}} mit dem Foto{{Index|7}}.
{{Template:ImageViewer
{{ImageViewer
|first=Datei:384-22.Mono.inv.png
|first=Datei:384-22.Mono.inv.png
|second=Datei:384-22.Mono.post.png
|second=Datei:384-22.Mono.post.png
Zeile 8: Zeile 8:
|left=&lsaquo;&nbsp;Selbstbild
|left=&lsaquo;&nbsp;Selbstbild
|right=Fremdbild&nbsp;&rsaquo;
|right=Fremdbild&nbsp;&rsaquo;
|both=Da&nbsp;sein
|both=Präsenz
|left-tooltip=Nach rechts ziehen: sich behaupten
|right-tooltip=Nach links ziehen: sich anpassen
|both-tooltip=Balancieren
|align=left
|left-relative-pos=3
|right-relative-pos=3
|left-color=#202020
|left-border-color=#f0f0f0
|right-color=#f0f0f0
|right-border-color=#202020
|both-color=#ff66ff
|both-border-color=#666666
}}
}}
-->
==Selbst- und Fremdbild==
Wenn vom Selbst- und Fremdbild einer Person geredet wird, ist Fotografie nur ein Sinnbild. Eine Person <u>ist</u> weder ihr Selbst- noch ihr Fremdbild. Wir empfinden als unpersönlich, wenn eine Person nach ihrem Selbst- oder einem Fremdbild zu handeln scheint. Als persönlich empfinden wir, was wir gemeinsam erleben.
<!--
==Gegenwärtigkeit==
Die Interaktion{{Index|5}} mit der Fotografie auf dieser Seite illustriert diese Begriffe. Wenn einer Person ihr Selbst- oder das Fremdbild im Handeln bewusst sind, verliert sie von ihrem <u>da</u> sein. Anschaulich sind beide Bilder verschieden und es ist unbedeutend, welches der beiden im Denken mehr Raum einnimmt. Die Person wird als anwesend empfunden, wenn ihr Selbst- und Fremdbild gleich sind &ndash; andere Bilder verschwinden aus ihrem Bewusstsein, sie ist da.
-->
==Personalität und Sozialität==
==Personalität und Sozialität==
Der Begriff Personalität kürzt hier den Ausdruck &rsaquo;personale Identität&lsaquo; ab. Er bezeichnet, was eine Person einzigartig werden lässt: Personalität zeigt sich darin, wie sie ihr Selbst- und Fremdbild auflöst.  
Der Begriff Personalität kürzt hier den Ausdruck {{W|personale Identität}} ab. Er bezeichnet, was eine Person einzigartig werden lässt. Personalität zeigt sich darin, wie eine Person Selbst- und Fremdbilder auflöst. Analog kürzt Sozialität {{W|soziale Identität}} ab. Zum Beispiel wird die Sozialität eines Individuums in seinem Reisepass festgehalten. Der hält fest, welches Individuum es im regulierten sozialen Geschehen ist.
 
Analog kürzt Sozialität &rsaquo;soziale Identität&lsaquo; ab. Zum Beispiel wird die Sozialität eines Individuums in seinem Reisepass festgehalten. Der hält fest, welches Individuum es ist, wenn es am sozialen Geschehen teilnimmt.


==Schöpferisches Handeln==
==Schöpferisches Handeln==
Eine Person kann ihre Personalität als Gegenstand ihres schöpferischen Handelns betrachten &ndash; je nachdem, unter welchen sozialen Bedingungen sie lebt. Weil und wenn ihr schöpferisches Handeln ihre Sozialität herausfordert, gehört auch in den Reisepass nichts, was ihr darin Grenzen setzt.
Der Anspruch auf Schutz ihrer {{W|[[{{T|Olaf Langmack}}#Über die 8. Ausgabe|körperlichen Integrität]]}} wird den Bürgern von manchen Verfassungen eingeräumt. Dieses Recht meint auch ihren Schutz vor Gewalt und Verletzungen. Das Gegenstück ist das Recht, mit sich selbst schöpferisch umzugehen. Eine Person kann ihre Personalität als Gegenstand ihres schöpferischen Handelns betrachten &ndash; je nachdem, unter welchen sozialen Bedingungen sie lebt. Weil und wenn ihr schöpferisches Handeln ihre Sozialität herausfordert, gehört auch in den Reisepass nichts, was ihr darin Grenzen setzt.


Der Anspruch auf Schutz ihrer &rsaquo;körperlichen Integrität&lsaquo; wird den Bürgern von manchen Verfassungen eingeräumt. Dieses Recht meint auch ihren Schutz vor Gewalt und Verletzungen. Das Gegenstück ist das Recht, mit sich selbst schöpferisch umzugehen.
==Sich Denken==
==Sich Denken==
Olaf Langmack:
Olaf Langmack:
<blockquote>
<blockquote>
&raquo;Es ist selbstverständlich, dass Künstler ihre Arbeiten nicht selbst als Werke auszeichnen. Sie sind dabei unglaubwürdig, weil und wenn sie nicht genug Abstand zu ihren Arbeiten haben. Im Fall der &rsaquo;Personalität als Arbeit&lsaquo; wäre es doppelt lächerlich{{Index|4}}, sich als Künstler seines Selbst zu bezeichnen. Sich kann man als Arbeit betrachten &ndash; nicht als Werk.&laquo;
{{T|Es ist selbstverständlich, dass Künstler ihre Arbeiten nicht als Werke auszeichnen. Sie wären unglaubwürdig, weil sie nicht genug Abstand zu ihren Arbeiten haben. Im Fall der Personalität als Arbeit wäre es doppelt lächerlich{{Index|4}}, sich als Künstler seines Selbst zu bezeichnen. {{W|Sich}} kann man als Arbeit betrachten &ndash; nicht als Werk.}}
</blockquote>
<blockquote>
{{T|Die wahre Herausforderung: sein Selbst selbst zu erzählen. Die Schwierigkeiten fangen schon damit an, sich zu denken. Warum? Mich interessiert zuerst der Wettbewerb mit mir. Wenn überhaupt, dann konkurriere ich um die Konsequenz, die ich zeige.}}
</blockquote>
</blockquote>
<blockquote>
<blockquote>
&raquo;Ich will den Reichtum des Daseins ausschöpfen. Also folge ich der Überlegung, dass alles, was vom Denken ausgeht, existiert.{{Index|6}} Wie könnte das meinen Körper ausschließen?&laquo;
{{T|Ich schöpfe den Reichtum des Daseins aus. Dabei leitet mich der Gedanke, dass {{W|alles, was vom Denken ausgeht, existiert}}.{{Index|6}} Wie könnte das meinen Körper ausschließen?}}
</blockquote>
</blockquote>
[[Kategorie:Beschreibung]]
[[Kategorie:Beschreibung]]
[[Kategorie:Interaktive Visualisierung]]
[[Kategorie:Interaktive Visualisierung]]
[[Kategorie:Parole]]
[[Kategorie:Aphorismus]]
[[Kategorie:Individuum]]
[[Kategorie:Individuum]]

Aktuelle Version vom 6. August 2025, 15:52 Uhr

Wir empfinden als unpersönlich, wenn eine Person nach ihrem Selbst- oder einem Fremdbild zu handeln scheint. Eine Person wird als präsent empfunden, wenn ihr Selbst- und Fremdbild 359 gleich sind – die Bilder verschwinden aus ihrem Bewusstsein und machen dem gemeinsamen Erleben Platz. Dies illustriert die Interaktion[5] mit dem Foto[7].

Personalität und Sozialität

Der Begriff Personalität kürzt hier den Ausdruck ›personale Identität‹ ab. Er bezeichnet, was eine Person einzigartig werden lässt. Personalität zeigt sich darin, wie eine Person Selbst- und Fremdbilder auflöst. Analog kürzt Sozialität ›soziale Identität‹ ab. Zum Beispiel wird die Sozialität eines Individuums in seinem Reisepass festgehalten. Der hält fest, welches Individuum es im regulierten sozialen Geschehen ist.

Schöpferisches Handeln

Der Anspruch auf Schutz ihrer ›körperlichen Integrität‹ wird den Bürgern von manchen Verfassungen eingeräumt. Dieses Recht meint auch ihren Schutz vor Gewalt und Verletzungen. Das Gegenstück ist das Recht, mit sich selbst schöpferisch umzugehen. Eine Person kann ihre Personalität als Gegenstand ihres schöpferischen Handelns betrachten – je nachdem, unter welchen sozialen Bedingungen sie lebt. Weil und wenn ihr schöpferisches Handeln ihre Sozialität herausfordert, gehört auch in den Reisepass nichts, was ihr darin Grenzen setzt.

Sich Denken

Olaf Langmack:

»Es ist selbstverständlich, dass Künstler ihre Arbeiten nicht als Werke auszeichnen. Sie wären unglaubwürdig, weil sie nicht genug Abstand zu ihren Arbeiten haben. Im Fall der Personalität als Arbeit wäre es doppelt lächerlich[4], sich als Künstler seines Selbst zu bezeichnen. ›Sich‹ kann man als Arbeit betrachten – nicht als Werk.«

»Die wahre Herausforderung: sein Selbst selbst zu erzählen. Die Schwierigkeiten fangen schon damit an, sich zu denken. Warum? Mich interessiert zuerst der Wettbewerb mit mir. Wenn überhaupt, dann konkurriere ich um die Konsequenz, die ich zeige.«

»Ich schöpfe den Reichtum des Daseins aus. Dabei leitet mich der Gedanke, dass ›alles, was vom Denken ausgeht, existiert‹.[6] Wie könnte das meinen Körper ausschließen?«